Kultur aus Passion & Passionsspiele Sömmersdorf

Tradition und Vision, modernste Freilichtbühne Europas und Live-Orchester mit 2000 Jahre alter Hirtenflöte...

Musicals & Großevents

Fünf Jahre lang warten auf die Passionsspiele in Sömmersdorf? Bei uns nicht!

Die große ABBA-Show mit teils Originalbesetzung, die Komödie Don Camillo oder das Epos "Herr der Ringe" als preisgekröntes fulminates Konzert begeistern Sie und tausende Besucher auf der Freilichtbühne Sömmersdorf.

Zwischen den Spielzeiten erleben Sie hochkarätige Veranstaltungen:

Zum Veranstaltungsprogrammexterner Link


Passionsspiele Sömmersdorf

Seit fast 2000 Jahren erzählt man sich weltweit 
die Geschichte jenes Mannes, der mit seinen
Worten und Taten das Gesicht dieser Welt 
veränderte:

Das Leben, Lieben, Leiden und Sterben des
Jesus von Nazareth.

18 Aufführungen finden In den Sommermonaten von Ende Juni bis Mitte August statt.

Die nächsten Passionsspiele sind 2023.

    Zahlen und Fakten

    420 von 680 Sömmersdorfern sind dabei.

    35.000 Besucher kommen alle 5 Jahre zu den Aufführungen.

    Das Gewölbedach besteht aus 160 Tonnen Stahl.
    Allein 3 Tonnen davon sind Schrauben.

    Die Bühne ist 40 m lang und mit einer 28 qm großen Videoleinwand ausgestattet.

    Der jüngste Darsteller 2018 war 14 Tage alt, der älteste Darsteller 85 Jahre.

    Blick hinter die Kulisse

    Ein Jahr vor den Spielen werden ALLE Sömmersdorfer an der Haustür gefragt, ob sie bei den Passionsspielen mitspielen wollen.

    Alle Schauspielrequisiten werden selbst gebaut.

    Das Originalkreuz von der ersten Passionsspielaufführung wiegt 40 kg und war bis 2008 im Einsatz. Das neue Kreuz wiegt 25 kg.

    Am Abend vor der Premiere 2018 wurden beim Gewölbedach die letzten Schrauben angezogen.

    Seit 30 Jahren spielt dieselbe Sömmersdorferin die Rolle der „Maria“.


    "Als ungeschriebenes Gesetz gilt:
    nur wer in Sömmersdorf wohnt oder früher gewohnt hat, Darf auf der Bühne mitspielen.
    Ausnahmen werden bei den beiden Eseln und Kamelen gemacht."

    Susanne Mergenthal, Gästeführerin


      Passion für die Passion

      Ein Erlebnisbericht von Melanie Landgraf

      Tourist-Info_Schweinfurt_Melanie-Landgraf

      Schon von weitem weist der spitze Kirchturm von Sömmersdorf den Weg durch die sanfte Hügellandschaft. Die Straße schlängelt sich vorbei an sonnengelben Feldern. Pferde grasen gemütlich  auf den Wiesen.

      Vor meiner ersten Passionsaufführung besuche ich noch eine Führung „Hinter die Kulissen" mit Gästeführerin Susanne Mergenthal.

      Ich erfahre Beeindruckendes über die Bühnentechnik, die Passionsspiele und den Einsatz und Zusammenhalt der Sömmersdorfer. 

      Passionsgalerie

      Zum Abschluss der Führung zeigt uns Frau Mergenthal die Passionsgalerie. Alte und neue Bild-, Ton- und Filmaufnahmen zeigen mir die Veränderungen bei den Kostümen und dem Bühnenbild im Laufe der 80-jährigen Geschichte. Ab hier starten auch die PassionsWege rund um Sömmersdorf.

      ​​​​​​Schafherde und Co.

      Auf dem Weg zur Passionsgalerie begegnet uns eine kleine Schafeherde. Sie sind bereits auf den Weg zur Aufführung.

      Das Kleinste ist dieses Jahr in die Pubertät gekommen. Früher ist es brav bei Mama geblieben. Jetzt muss es auf der Bühne angeleint werden, da sonst die Palmen weggeknabbert werden. Kamele und Esel spielen auch mit. Meine Neugier auf die Aufführung steigt.

      Ankunft im Morgenland

      Einen kurzen Spaziergang vom Parkplatz entfernt und ich stehe plötzlich im Morgenland. Mir weht ein Duft von Orientpizza, Damaskusbrot und Datteln im Speckmantel um die Nase. Schnell komme ich im orientalischen Zelt mit anderen Passionsspiel-besuchern auf rustikalen Holzbänken ins Gespräch.

      Wir sind uns einig: man fühlt sich sofort aufgenommen von den Sömmersdorfern. Die gemütliche, familiäre Atmosphäre fernab allen Kommerzes spürt man hier sofort. 

      Zauber der Passionsspiele

      Genau hier beginnt der Zauber der Sömmersdorfer Passionsspiele!

      • 680 Einwohner hat das 700 Jahre alte Dorf.
      • 420 davon machen bei den Passionsspielen mit
      • Allein300 Personen stehen auf der Bühne.

      120 weitere Personen organisieren alles drum herum:

      • Über 300 Kostüme nähen
      • mehr als 35.000 Tickets verkaufen
      • orientalisches Catering anbieten
      • Parkplätze einweisen und Tickets kontrollieren
      • Technik warten
      • Sauber machen und Aufräumen

      ​​​Hinter all den Bereichen stehen engagierte Menschen aus Überzeugung. Das Mammutprojekt wird von den Sömmersdorfern freiwillig unentgeltlich auf die Beine gestellt.

      Es fängt an ...

      Vom orientalischen Catering-Bereich mache ich mich auf den Weg zu meinem Sitzplatz. Der visionäre Zuschauerraum mit seiner Gewölbeüberdachung überwältigt. Daneben steht das traditionelle 2000 Jahre alte Jerusalem auf der Bühne.

      Viel Liebe zum Detail und ganz viel Ehrenamt stecken in diesem abwechslungsreichen Bühnenbild. Jeder Baldachin, jeder Dachvorsprung und jedes Holzfenster wurde von Sömmersdorfern eigenhändig gebaut.

      Und dann geht es los: Die größte Geschichte der Menschheit!

      Jesu zieht in Jerusalem ein.  Auf der Bühne sehe ich hunderte Schauspieler, die das „Volk aus Jerusalem“ spielen. Vom Baby bis zur Oma ist alles vertreten.

      Die Vielzahl der Kostüme, die Vielzahl der Schauspieler und das professionelle Schauspiel überraschen mich.
      Dazu spielt Live-Musik vom Orchestergraben. Eine Szene geht über in die nächste. 
      Ich erlebe eine emotionale Achterbahnfahrt. Drei Stunden Passionsspiel vergehen wie im Flug.

      Ich freue mich mit Jesu und ich leide mit Jesu.

      Am Ende der Passionsspiele bin ich einfach berührt. Berührt von der Geschichte, berührt von Sömmersdorf. Meiner Sitznachbarin scheint es ähnlich zu gehen. Verstohlen schnäuzt sie in ihr Taschentuch und wischt sich eine Träne von der Wange.

      Sie haben Fragen zu den Passionsspielen in Sömmersdorf?

      Schreiben Sie mir



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