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Ausstellung Ottmar Hörl "PLAN B"

Kunsthalle Schweinfurt

Premiere: Ottmar Hörl zeigt in der großen Sonderausstellung sein Gesamtkunstwerk und diskutiert existentielle Fragen vom Klimawandel bis zur Zukunft der Menschheit.

„Gewissen der Welt“, Installation aus 60 Greta-Thunberg-Skulpturen

Der Innenhof der Kunsthalle ist mit seriellen Skulpturen bevölkert, die der Künstler nach dem Vorbild von Greta Thunberg geschaffen hat. 60 Figuren in graugrünem Farbton, etwa 55 cm hoch, hat der Künstler hier verteilt. Einzelne sind an einer Wand positioniert und lassen so an die erste Aktion der Klimaaktivistin im August 2018 in Stockholm denken. Als „Gewissen der Welt“ ist die Installation ein Symbol für die Möglichkeit der Veränderung der Welt durch die Entschlossenheit eines einzelnen Menschen.

Greta Thunberg „ist DIE Initialzündung. Alles andere, was danach kam, an Bewegung wie Fridays for Future, war ohne SIE so gar nicht denkbar. Sie erinnert uns alle stetig daran, dass wir dringend an der Verbesserung der Welt arbeiten müssen“, so Hörl. Nach Installationen zu Einstein, Goethe oder Rückert ist es das erste Mal, dass Hörl eine lebende Person in Form einer Skulptur gewürdigt hat.

Die Welt im Schleudertrauma

Museumsbesucher treffen in der Großen Halle auf ein Säulen-Labyrinth aus Kartonagen, das zum Durchschreiten anregt. In den Rauminstallationen „Orakel“ und „Rede an die Menschheit“ dreht sich eine Weltkarte im Schleudertrauma stetig um die eigene Achse. Über 300 Bände von Aktenordnern und Büchern mit unbeschriebenen Blättern verweisen auf die Idee, endlich eine Strategie als Weltgemeinschaft zu entwerfen und aufzuschreiben; geht es doch um nichts Geringeres als das Überleben der Menschheit. Seit 1997 arbeitet Hörl immer wieder an dem Werk. Ob in der Zukunft die Entdeckung eines bewohnbaren Planeten gelingt, der Menschen eine „Neue Heimat“ im Universum bieten wird? Diese ambivalente Idee stellt Hörl mit einem Augenzwinkern in Form der Rauminstallation „goodbye“ mit 70 Astronauten und fünf Raumschiffen in den Fokus der Öffentlichkeit. Fotoarbeiten mit Asteroiden unter dem Titel „Reisebegleiter“ ergänzen die Installation.

Die Kraft der Vorstellung ist besonders im Kunstverein gefordert

Im Kunstverein Schweinfurt sind Arbeiten von Hörl zu sehen, die den Diskurs um den Kunstbegriff in den Blick nehmen. Die Werkreihe „ALL IN“ aus 92 Textarbeiten bildet eine Referenz zum demokratischen Anspruch einer „Kultur für alle“, wie sie Hilmar Hoffmann, Kulturdezernent in Frankfurt am Main, in den 1970er Jahren formulierte. Doch wer sind eigentlich alle? Zählen neben Visionären auch Mafiosi oder Oligarchen dazu? Die zum jeweiligen Begriff zugehörige Skulptur darf sich der Besucher vor seinem geistigen Auge vorstellen.

Mittels einer Sound-Installation aus sieben Tonkassetten wird nicht nur die visuelle Vorstellungskraft, sondern auch der Hörsinn angeregt: Zeichnungen, die „sprechen“ werden begleitet von Ensembles „schüchterner Skulpturen“ in Kisten sowie „nervöser Skulpturen“ auf Stelen. Kann man Kunstwerken psychische Befindlichkeiten verleihen? Neben dieser und weiterer interessanter Fragen spielt auch die Nachhaltigkeit von Kunst im Hinblick auf das Material eine Rolle. Muss alles gemacht werden, oder reicht schon das Vorstellungsvermögen? Die Besucher sind jedenfalls immer mitten im Geschehen.

Als dritte Ausstellungsstation bietet die Galerie der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge einen Einblick in die malerischen Arbeiten des Künstlers aus der Unikatreihe „Naturschauspiel“.



Termin
Termin: 03.06.2022
Uhrzeit: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Veranstaltungsort
Kunsthalle Schweinfurt
Rüfferstraße 4
97421 Schweinfurt

09721/51-4721
info@kunsthalle-schweinfurt.de
zur Homepageexterner Link

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Veranstalter
Kunsthalle Schweinfurt
Rüfferstraße 4
97421 Schweinfurt
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